Programme:

Volker Braun
Erich Weinert
Robert Schumann
Helene Weigel Brecht Kurt Weill

Archiv,
nur noch in Ausnahmefällen aufzuführen

DIE GERECHTIGKEIT IST DIE PASTA DES VOLKES

3. Volker-Braun-Abend
von Gina Pietsch (voc), mit Christine Reumschüssel (p)

... lässt Volker Braun in dem schönen neuen Büchlein „Flickwerk” einen italienischen Nudelfabrikanten in Anlehnung an Brechts berühmtes Gedicht reflektieren, ein heller Widerspruch gegen das „Nie wieder leb ich zu auf eine Wende” vom August 1991, das Pietsch fast am Schluss ihres 3. Volker Braun-Abends singt.
Wie immer, wenn politisch Wichtiges passiert, ist dieser Dichter einer der ersten und genauesten, der das Geschehen in Poesie bringt. Pietsch hat sich diesem Werk bereits 1994 und 1996 gewidmet, damals mit den Komponisten und Pianisten Gerhard Folkerts und Hannes Zerbe. Ausschnitte aus beiden Abenden sind zu hören, Rückblenden bis in die Zeit des Mauerbaus. Und wichtige Sichten aus des Jahren bis 2013 sind hinzugekommen. Dichtkunst und Dialektik zeichnet Braun in allen Zeiten aus und man muss lange suchen, ähnlich Großartiges zu finden.

Hörproben
Im Fernsehen die Erinnerung der Marie  
(aus „Werktage” 17.2.1978, Bertolt Brecht, 1920)
Das Verschwinden des Volkseigentums  
(aus „Auf die schönen Possen”, 1991)
Bauch-Lieder  
(aus „Texte Band 3”, 1964, Bertolt Brecht, 1918)
Die Pasta der Gerechtigkeit  
(aus „Flickwerk”, 2009)

Einen weiteren Ausschnitt des Konzertes finden Sie auf youtube.

Die Presse meint:
„Ein Abend der Verbeugung vor dem Dichter und seinem Werk. Gina Pietsch hat das Drehbuch zu ihrem neuen Volker-Braun-Programm selbst geschrieben. Von ihrem Pianisten wird sie musikalisch nicht nur kongenial begleitet, sondern herausgefordert zu großer gesanglicher Intensität. ...”
(Therese und Frank Hörnigk, junge Welt)
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„Platz für den roten Feuerwehrmann”

Erich Weinert zum 60. Todestag mit Gina Pietsch (voc)

Im Jahr seines 60. Todestages wollen wir uns heute erinnern an einen Dichter, der fast vergessen ist. In dem Land, aus dem die meisten von uns kommen, der DDR, war er hoch geehrt. Von Briefmarken und Medaillen her kannte man sein Bild. Straßen trugen seinen Namen, Schulen, Bibliotheken. Im Lesesaal der größten öffentlichen Berliner Bibliothek steht heute kein Buch von ihm im Regal. Man muss die Archive durchforsten, um ihn wieder einmal durchzublättern.

Dabei war er ein bedeutender Satiriker, Lyriker und Dokumentarist. An Heine, Glasbrenner und Wedekind geschult, war sein Werk witzige, anrührende, aufklärerische und aufrührerische Zeitgeschichte. Mit 7 Jahren, also 1897, begann er zu dichten und ließ davon nicht bis weit in seine schwere Krankheit hinein, in den Fünfzigern. Dabei hatte ihm das Dichten keiner beigebracht. Er war Absolvent der Königlichen Kunstschule Berlin, die er mit einem Staatsexamen als Zeichenlehrer verließ. Seine intellektuelle Vorbereitung auf Malen und Dichten verlief durchgängig autodidaktisch. Sein sozialdemokratisch eingestellter Vater hatte ihm, dem überdurchschnittlich begabten Jungen, das Gymnasium verweigert, weil er Standesdünkel befürchtete, lehrte ihn aber somit Haltungen, die Weinerts Leben prägten und ihm den Grundstock vermittelten für eine Dichtung – und Malerei – die auf ein breites Publikum zielte und von diesem geliebt wurde. Und nie wurde er mehr geliebt, als wenn er sein eigener Interpret war – ein Sprechdichter also, ein hervorragender Rezitator, der die Sprache der Unteren sprach, hochdeutsch, sächsisch, berlinerisch. Trotzdem konnten selbst Kritiker bürgerlicher Zeitungen nicht vorbei an seiner Kunst.

Die „Welt am Abend” findet ihn außerordentlich geistreich, formvollendet, ein Witz, der alles ausschöpft, was die Sprache ihm an Möglichkeiten bietet. Das will etwas heißen – Weinert war jetzt Mitglied der KPD, Mitarbeiter der „Roten Fahne” und Mitbegründer des Bundes Proletarisch-revolutionärer Schriftsteller. Im Jahre 1930 hatte seine Zusammenarbeit mit Hanns Eisler und Ernst Busch begonnen, und Lieder wie „Der Rote Wedding”, „Heimlicher Aufmarsch” oder das „Lied der Internationalen Brigade” brachte allen Dreien Weltgeltung bei großen Massen progressiv denkender Menschen, freilich auch Sprechverbote in Preußen und erste Plätze auf den schwarzen Listen der Nazis.

Weinerts eindeutige Solidarität mit den Unteren ist nicht nur in Gedichten zu lesen und hören. Wie viel wichtiges Wissen über Mut, Kampfgeist und Leiden der Spanienkämpfer erfahren wir aus seinem Buch „Camaradas”, wieviel Wut, Trauer und Kopfschütteln bereiten uns in „Memento Stalingrad” seine Beschreibungen der Verhaltensweisen deutscher Soldaten in dieser Eiswüste? Er trifft uns ins Herz, so und so, eben weil er dabei war, in Madrid, in Barcelona, an den Frontlinien in Spanien und der Sowjetunion, im KZ Cyprien, das ihn lungenkrank machte. Seine Sorgen 1946 gehen weiter. Die BRD beginnt aufzurüsten. „Genauso hat es damals angefangen” schreibt er und stirbt zwei Monate vor dem 17. Juni, am 20. April 1953.

Die Presse meint:
.. Die Schwätzer, die heute über solche wie Erich Weinert herziehen „ der Name steht stellvertretend für viele Kommunisten seiner Denkart „, die sollten sich schämen. Meist bieten sie nichts als Schaum. Doch da sind glücklicherweise immer noch die Aufrechten „ ein Wort, das indes selbst besudelt ist.

Die Sängerin und Schauspielerin Gina Pietsch gehört zu diesen. Sie erinnerte sich: Da ist doch so ein Bursche, der hat mal Massen erreicht. Mit spitzer Satire, beißendem Ernst. Darüber muss man doch was machen. Und sie macht. Ihr Weinert-Abend in der Berliner jW-Ladengalerie zum 60. Todestag des Dichters, bestens besucht, stellte heraus: So heutig, wie Weinert es ist, muss man erst mal werden, um ein trefflich Dichter zu sein. Pietsch erzählte, sorgfältig ausgesucht, die aufregende Weinert-Story, ließ Originalaufnahmen der Stimme einspielen, sang selbst Lieder, zitierte Weinert-Texte, Prosa, Gedichte, ernste, heitere, zumeist aufs Auge der deutschen Jetztwelt passende ...
(Von Stefan Amzoll, Neues Deutschland)
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(Premiere: 25.04.2013, Junge Welt-Ladengalerie, Berlin)



ICH MÖCHTE MICH TODTSINGEN
WIE EINE NACHTIGALL

Ein Robert-Schumann-Abend mit Gina Pietsch (voc)

Als Kind wünscht er sich, künftig ein berühmter Mann zu werden – worin berühmt, das war noch sehr unentschieden, aber berühmt unter allen Umständen. Und er wurde  d a s  wirkliche musikalische Genie der Romantik und Universalpoesie, einer, der die Kompositionstechniken seiner Zeit voranbrachte, darüber hinaus Dichter, Kritiker, Redakteur und Herausgeber war, Musikgelehrter also und Ehemann und Vater und Kämpfer gegen Mutter und Schwiegervater, um die richtige Liebe und den richtigen Beruf. Wir erzählen ein Stück seines Lebens, verbal und musikalisch, mit Klaviermusik und Liedern, in der Hoffnung, gerecht zu werden seinem Wunsch: Ich möchte mich todtsingen wie eine Nachtigall.

(Premiere: 20.01.2012, alte feuerwache - studiobühne, Berlin)



Er hat Vorschläge gemacht

13. Brecht-Abend
von Gina Pietsch (voc)

... wir haben sie angenommen. So sein Wunsch, als er in den dreißiger Jahren über seinen Tod nachdachte. Die Liebe zu Vorschlägen ist in seinem Werk nicht zu übersehen. Allein in der Lyrik kann man sie zu Hunderten finden, über 40 Jahre Schaffen, die wechselnden Zeiten betreffend genauso, wie die Vielfalt, das Schwergewicht und die immense Zahl der Themen, in verschiedener Weise auch, von unverschämt bis abgeklärt, von witzig bis weise, von höflich bis unerbittlich und fast immer mit dem Ziel, in gesellschaftliche Prozesse einzugreifen. Das Brecht-Projekt zur gleichnamigen CD von Gina Pietsch und ihrem Pianisten nimmt sie aus Liedern und Texten und erzählt mit ihnen sein Leben, spielerisch, vergnüglich.

Die Presse meint:
Gleich zweimal lud die Berliner Brecht-Interpretin Gina Pietsch mit ihrem neuen Programm „Er hat Vorschläge gemacht” in den St. Jakobs-Wasserturm, gab jeweils den krönenden Abschluss des Abends. Und bot eine authentische Leistung, die ihresgleichen sucht. Gina Pietsch interpretiert nicht, sie lebt Bertolt Brecht. Sie singt und spielt, sie schreit, weint und lästert. Den roten Faden gab die Biografie des Dramatikers, den kongenialen Begleiter. Das „Lied vom Surabaya-Johnny” ... mutierte zum emanzipierten Rachefeldzug, die „Kindesmörderin Marie Farrar” zur tränentreibenden Elegie und „Gut so und schlecht so„ aus dem „Untergang des Egoisten Fatzer” zur eindringlichen Beschwörung. 90 Minuten währte der vielseitige Streifzug durch Brechts Werk, und nicht eine Sekunde war daran zu zweifeln, dass die aus Ost-Berlin stammende Gina Pietsch eine der größten Brecht-Interpretinnen unserer Tage ist.
(Dreigroschenheft)

Wer wäre besser dazu geeignet als Gina Pietsch, die eben nicht hin und wieder Brecht singt und spricht, wenn das mal wieder „in” ist. Sondern, die, wie kaum eine Zweite als seine Interpretin gelten darf. Mit ihrer zugleich gewaltigen und überaus facettenreichen Stimme, der Mischung aus Sängerin und Schauspielerin, unternahm sie einen ebenso vergnüglichen wie nachdenklichen Streifzug durch sein Leben. Sie zeichnete somit ein Bild von Brecht durch dessen eigene Werke, mit sie die Entwicklung des Dichters und Dramatikers über die Jahrzehnte hinweg verdeutlichte ... Herausragend vor allem die „Ballade von den Seeräubern” ... Gina Pietsch hauchte und wisperte die Botschaften Brechts, schrie diese aber auch heraus, wenn es nötig war und fesselte damit das Publikum, das am Ende in Begeisterungsstürme ausbrach.
(MOZ Märkische Oderzeitung)


DAS LEBEN SPIELEN – NICHT AN BEIFALL DENKEND

mit Gina Pietsch (voc) und Dietrich Petzold (v, perc)

Eine künstlerische Reflektion zu Thema Kunst über Kunst

Wir loten ein Thema aus, das unser ureigenstes ist, tägliche Arbeit, fast Alltag und doch da, den Alltag zu unterbrechen, ohne ihn auszublenden. Es ist eine schöne und schwere Arbeit, so schön und so schwer, dass sie diejenigen, deren Produkte wir behandeln, also Dichter und Komponisten, zu allen Zeiten auch zu Reflektionen darüber angeregt hat. Sichten auf die Arbeit des Künstlers, seine Motive, Ziele, Methoden sind so unterschiedlich wie die Rezeption durch das wie immer gelagerte, zahlungs- oder nicht zahlungskräftige Publikum. So geht das nicht ohne Widersprüche ab. Wenn Heine noch bemerkte, dass er in Versform besser verstanden wurde als in „normaler” Rede, so stehen Robert Gernhardts Kunst- oder Künstlerfiguren meist unverstanden in der Sonne herum. Bei Brecht, der den "Theaterkommunisten" satirisch zur Strecke bringt, ist sehr Rilke'sch mehrfach zu hören von seiner Sorge um die „schönen Empfindlichen”, und beim empfindsamen Rilke wird die Kunst sehr Brecht'sch als gebraucht gezeigt gerade von den Unteren, den „Bedürftigen”. Wir werden Kreislerschen Witz im Umgang mit Mozart aufnehmen, die Lebensrettung durch Kunst durch den Schubertschen „Leiermann”, die Wut eines Theodorakis, der sich als Tanzbär fühlt, im Käfig vor der keifenden Menge, und die gar nicht erotischen Enthüllungen einer Striptease-Tänzerin, wie Günter Neumann sie beschreibt.



Berlin, int Helle, int Dunkle, in Beedet

Gina Pietsch (voc) und Nora Buschmann (git)

Lieder und Texte über eine Heimat

„Das ist die BerlinerLuftLuftLuft” ...Hätten Se wohl jerne? Kriejen Se aber nicht!
Mit neuen Liedern aus der klugen und witzigen Feder des Italo-Berlinischem Komponisten Carlo Domeniconi servieren die Mitte-Berliner Diseuse Gina Pietsch, und die Kreuzberger Ausnahmegitarristin Nora Buschmann einen ungewöhnlichen Berlin-Abend, nach Texten von schon lange entdeckten und ganz frisch gefundenen Autoren, wie Gustas und Gilbert, Menge und Mensching, Katsch und Kunze, Gernhardt und Braun. Und da ham Se mehr davon als von den ewijen „ ...saß ick mit de Emma uff de ...”, na, Sie wissen schon.
Was die Interpretin anbetrifft – wer Brecht kann, kann auch Berlin. Und so redet „det Janze” mit dem von der Zeitung „Die Welt” der Pietsch verbrieften „proletarischen Charme und ihrer facettenreichen Schauspielkunst” vom wirklichen Vor- und Nach-Mauer-Leben in der selbstgewählten Heimat der beiden Leute auf der Bühne, was heißt, es wird jequatscht und jesungen von Berlin, int Helle, int Dunkle, in Beedet.



AUS SCHRADER, KÜCHE UND KEMPNER

Gina Pietsch (voc) und Dietmar Ungerank (git)

ein buntester Strauss Gefühle aus Küchenliedern, nebst poetischen Ergüssen der Damen Friederike Kempner und Julie Schrader wurde wohl in Noten gesetzt durch die Herrschaften Bredemeyer, Pietsch, Ungerank und das Volk



„DIE COURAGEFIGUR HELLIS, JETZT HERRLICH, VON GROSSER KÜHNHEIT”

Der zweite Helene-Weigel-Abend:

Gina Pietsch (voc)

Zum 60. Jahrestag der Premiere von „Mutter Courage und ihre Kinder”

Ein biografischer Abend über die langjährige Intendantin des „Berliner Ensembles”, Ehefrau des Dichters Bertolt Brecht, Mutter zweier seiner Kinder, und also der wichtigster Protagonistin seiner Werke, der Darstellerin der Mütter Frau Flinz, Frau Großmann, Natella Abaschwili und Pelagea Wlassowa. Entstanden aus Anlass des 60. Jahrestages der Premiere ihrer wichtigsten Rolle, der Mutter Courage Anna Fierling, im Auftrag des Brecht-Weigel-Hauses in Buckow, erzählt der Abend ihr Leben in Liedern, die sie selber sang, sowie in den vielen Texten, die Brecht für und über sie schrieb.



„Ballade von der Freundschaft”

Ein Brecht-Abend

Zwei befreundete Sängerinnen (wo gibt es das schon wirklich?), unterstützt von zwei Musikern (das ist eher möglich – aber nur bei unterschiedlichen Instrumenten), beschäftigen sich in Liedern und Texten mit diesem ambivalenten Thema: Freundschaft.
Sie nehmen sich dazu Material von einem Dichter – dem das Thema ein ganz zentrales ist, da in besonderer Weise mit Freundlichkeit verbunden und vom ihm gesetzt eigentlich als höchsten menschlichen Wert, nicht selten sogar über die Liebe gestellt – Brecht.
Natürlich schließt das Thema Freundschaft deren Negation ein. Und Liebe Nicht-Liebe. Und damit alles, was menschlich ist: Misstrauen, Enttäuschung, Neid, Hass, Zerstörung, Tod.
Ergo: keine Angst vor Friede, Freude, Eierkuchen

Die Presse meint:
Was die Sängerinnen, Schauspielerinnen, Dozentinnen, in Jahrzehnten Bühnentätigkeit zu starker Präsenz gereift, auf ihrem Streifzug durch 40 Jahre Brechtschen Nachdenkens über Freundschaft und Liebe aufgespürt haben, wächst sich in ein-dreiviertel Stunden zum Meisterexkurs auch über Text- und Liedinterpretation aus [...]
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(Von Volkmar Draeger, Neues Deutschland)



KOMM, DASS DU HERSIEHST

Ein Sex-Abend

Gina Pietsch (voc), Dietmar Ungerank (git)

Sex-Lieder und Texte aus vier Jahrtausenden über die schönen Dinge ganz unten

Die Presse meint:
Sex-Lieder und -Texte aus vier Jahrtausenden über die schönen Dinge ganz unten gaben die Berliner Sängerin und Schauspielerin und der Hofer Gitarrist Dietmar Ungerank zum Besten. Niemand im Saal konnte sich den intensiven, facettenreichen Interpretationen Gina Pietschs und der feinfühligen, meisterhaften Begleitung durch Ungerank entziehen ... Walther von der Vogelweide und Francois Villon hatten genau wie Heinrich Heine und Paul Verlaine oder George Brassens und natürlich Bertolt Brecht die Vorlagen geliefert, zum Teil von Dietmar Ungerank vertont oder für Gitarre bearbeitet ... Mit den Zugaben „Mutter Beimlein” und der „Ballade von der sexuellen Hörigkeit” ging ein die Sinne heftig anregender Abend übers sogenannte Thema Nummer eins in schier unzähligen Varianten zu Ende ...
(Nailaer Zeitung)


Ein Busch-Abend:

MEINE BUSCH-LIEDER UND GESCHICHTEN

Ein Programm anlässlich des 30. Todestages und 110. Geburtstages des Sängers und Schauspielers Ernst Busch, den Gina Pietsch und Pianist mit Brecht-, Mühsam-, Wedekind-, Weber-, Eisler- und Busch-Liedern würdigen, wobei die dazu erzählten Geschichten helfen sollen, eine der ganz großen Figuren des vorigen Jahrhunderts im Gedächtnis zu behalten.

(Premiere: 29. Mai 2010, Kulturforum Hellersdorf, Berlin)



Ein Kurt-Weill-Abend:

VON BRECHT ZUM BROADWAY

Gina Pietsch (voc), Frank Petzold (p)

Pietsch singt und plaudert über Weill in Berlin, Paris, am Broadway und in Hollywood, über seine Kämpfe beim Sich-Einrichten in Leben und Kunst, und über Spaß und Mühen beim Produzieren von Kunst und Leben.

Die Presse meint:
Grandiose Partytime im Feininger Haus. Begeisternder Auftritt von Gina Pietsch und Frank Petzold. Ein Ständchen, das es in sich hat. Vereint es doch den größten Teil von Weills Ohrwürmern. Und die verlangen bekanntlich eine überdurchschnittliche Wandlungsfähigkeit und eine besonders suggestive Ausstrahlung des Interpreten. Voraussetzungen, die Gina Pietsch in jedem gesungen Takt und in jeder rezitierten oder deklamierten Textzeile souverän nachweist. Die Intensität und Expressivität ihrer Mimik und ihrer Stimme zieht die Besucher im restlos gefüllten Atelier von Beginn an in ihren Bann Doch setzt sie dabei nichts auf, sondern entwickelt alles aus Noten und Worten, und die opulente Spannbreite ihrer gestalterischen Möglichkeiten lässt eine Gefahr stereotyper Wiederholungen niemals aufkommen ...
(Mitteldeutsche Zeitung)